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Austrian military magazine Militär Aktuell

Austrian military magazine Militär Aktuell

militaeraktuell.at • October 29, 2026

Drohnenabwehr steht im Fokus aller Streitkräfte, auch beim Österreichischen Bundesheer . Im Rahmen eines Forschungsprojekts mit dem Verteidigungsministerium (BMLV) ist das heimische Start-up GuardAero einen riesigen Schritt weiter. Das System GuardAero „APS1” erkennt, schießt und trifft Drohnen. Nun stehen die nächsten bedeutsamen Schritte an.

Im Jänner 2025 fand im Klagenfurter Lakeside Science & Technology Park die erste Austrian Defence Innovation Conference (ADIC) statt ( -> Austrian Defence Innovation Conference ist zu Ende ). Rund 300 Vertreter von Militär, Wirtschaft und Forschung kamen beim Hackathon zusammen.

Gewonnen hat das Grazer Defence-Tech-Start-up GuardAero mit seinem fahrzeugunabhängigen und autonomen aktiven Drohnen-Schutzsystem „APS1” ( -> GuardAero: Drohnenabwehr made in and for Austria ). Für CEO Lukas Kerschdorfer ist die Zeit seither wie im Flug vergangen. Es entstand ein konkretes Forschungsprojekt mit dem BMLV und dem Österreichischen Bundesheer. Ziel: ein aktives Schutzsystem für militärische Fahrzeuge gegen Drohnenangriffe im Nahbereich. Das Team wuchs inzwischen auf eine zweistellige Personenzahl an. Die Schwerpunkte liegen auf Software-, Hardware- und Systementwicklung.

Ein vor wenigen Tagen veröffentlichtes Video auf zeigt einen realen Test des Systems. Auf einem staubigen Feldweg im Osten Österreichs hat das GuardAero APS1 mittlerweile mehrere Live-Fire-Tests erfolgreich durchgeführt.

Lukas Kerschdorfer dazu: „Die ADIC hat gezeigt, wie Verteidigungsinnovation funktionieren kann: Aus dem Wettbewerb des BMLV wurde ein Projekt mit dem Bundesheer für eine neue Schutzfähigkeit. Mit unserem Team bauen wir in Österreich die Systemkompetenz auf, die es braucht, um Militärfahrzeuge im Nahbereich gegen Drohnenangriffe zu schützen. ”

Die finanzielle Grundlage für das Projekt ist privates Kapital im niedrigen siebenstelligen Bereich ( -> GuardAero sichert sich Seed-Finanzierung für Drohnenschutzsysteme ). Dieses fließt insbesondere in Entwicklung, Erprobung und Fahrzeugintegration. Parallel forscht GuardAero mit dem BMLV sowie dem Österreichischen Bundesheer und arbeitet mit Fahrzeugherstellern sowie Defence-Unternehmen im In- und Ausland an der Integration.

„Kapital allein schafft noch keine militärische Fähigkeit. Entscheidend ist, dass Finanzierung, Bedarfsträger und Industrie gemeinsam aus Technologie eine Fähigkeit machen. Diese Struktur haben wir heute. Unser aktives Schutzsystem ist die Last Line of Defence: Wenn eine Drohne andere Schutzschichten durchbrochen hat, braucht das Fahrzeug eine Fähigkeit, die sie abwehrt. Genau dafür ist unser System entwickelt ”, so Kerschdorfer.

GuardAero APS1 ist ein aktives Schutzsystem für militärische Fahrzeuge gegen Drohnenangriffe im Nahbereich. Das System bildet die volle Kill-Chain von der Detektion bis zur Neutralisierung der Bedrohung ab. Für den letzten Schritt setzt GuardAero derzeit auf einen schrotbasierten kinetischen Effektor. Damit ergänzt GuardAero APS1 bestehende Schutzschichten.

Nach der grundlegenden Funktionsentwicklung liegt der Schwerpunkt jetzt auf der Fahrzeugintegration. GuardAero plant, sein aktives Schutzsystem bis 2027 zur Marktreife für eine breite Integration in Fahrzeugflotten zu führen. Dafür und für die nächste Wachstums- und Industrialisierungsphase wird eine weitere Finanzierungsrunde vorbereitet.

Lukas Kerschdorfer betont: „Österreich und Europa brauchen eigene technologische Antworten auf die Bedrohungen unserer Zeit. Unser Beitrag dazu wird in Österreich entwickelt und gefertigt. Der Anspruch ist, diese Fähigkeit gemeinsam mit der Industrie auf die Fahrzeuge zu bringen, um jene zu schützen, die uns schützen. ”

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