Google mit Warnung: Diese Apps sollten Android
Nicht jede App aus dem Play Store ist vertrauenswürdig. Darauf macht Google nun aufmerksam. Welche Applikationen gemeint sind – und weshalb.
Berlin – Obacht, Android-Nutzer. Google warnt vor bestimmten Apps aus dem hauseigenen Play Store, die tunlichst nicht aufs Smartphone heruntergeladen werden sollten. Schließlich seien diese schädlich fürs Endgerät . Die Warnung von Google gilt dabei für alle Android-Nutzer, die neue Apps aus dem Play Store installieren.
Die betroffenen Applikationen würden sich als VPN-Dienste tarnen und so den Schein erwecken, seriös zu sein. Dabei werde durch den Download der Apps Malware aufs jeweilige Smartphone geschleust, berichtet unter anderem das US-amerikanische Medium Forbes .
Besonders gefährdet seien dem Bericht zufolge Nutzer, die auf pornografische Inhalte zugreifen wollen. Infolge verschiedener Beschlüsse in Großbritannien, zuletzt auch in Italien, sind auf diversen Erotik-Webseiten nunmehr Altersverifikationen erforderlich. Damit diese umgangen werden können, würden Minderjährige zuhauf auf VPN-Apps zurückgreifen, um ihren Standort auf diesem Wege zu verändern.
Ein Umstand, der von Angreifern ausgenutzt wird. Um viele Android-Nutzer in die Falle zu locken, werden entsprechende VPN-Dienste in App-Stores sowie auf Webseiten angeboten. Sicherheitsforscher, aber auch Google selbst warnen vor solchen Fake-VPNs – die sogar im Rahmen von ausgetüftelten Werbekampagnen feilgeboten werden, damit potenzielle Android-Nutzer sie auch tatsächlich herunterladen.
Wie aber sieht die Gefahr in der Praxis aus? Sind die Fake-Anwendungen aufs Smartphone heruntergeladen worden, ist es Angreifern möglich, Malware einzuschleusen, um auf diesem Wege Zugriff auf sensible Daten sowie Passwörter zu erhalten. Mit diesen ist es den Angreifern möglich, Konten zu übernehmen oder aber die Daten zu verschlüsseln. Die Herausgabe dieser sei nicht selten mit Erpressungsgeld verbunden.
Laurie Richardson, Googles Vizepräsidentin für Sicherheit, spricht ebenso von „sensiblen Daten wie Browserverläufen, privaten Nachrichten, Finanzdaten und Informationen zu Kryptowährungs-Wallets“, die von den Angreifern in Beschlag genommen würden. Die US-Amerikanerin nennt gegenüber Forbes eine Vielzahl von Plattformen, über die jene „schädliche Anwendungen, die als legitime VPN-Dienste getarnt sind“, verbreiten würden. Letztlich, „um die Sicherheit und Privatsphäre der Nutzer zu gefährden“. Zu Sicherheitsproblemen kam es zuletzt auch bei Google Mail .
Deswegen rät auch Google dazu, VPN-Dienste nur aus seriösen Quellen zu installieren. Abzuraten sei der Download über Werbungen oder Anhängen in Mails, hier stecke keine Vertrauenswürdigkeit dahinter. Um auf Nummer sicher zu sehen, kann sich im Google Play Store auch entsprechender Schutzmechanismen bedient werden.
In diesem Fall ist die Rede von Google Play Protect, ein Gratis-Virenscanner eigens für Android, sowie einer speziellen Kennzeichnung von legitimen Apps, die vor dem Download auf ihre Echtheit überprüft werden. Grundsätzlich gilt auch: Sollen neue Apps auf dem Smartphone installiert werden, empfiehlt es sich darauf zu achten, auf welche Teile des Betriebssystems die jeweilige App Zugriff hat. Im Zweifelsfall können auch die Zugriffsrechte für die Applikation eingeschränkt werden. (Quellen: Forbes, Google) (han)
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